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Cod.icon. 308 u (Tresorhandschrift) – Katalog

Ortenburger Wappenbuch

240 Bl – Bayern, 1466-1473


Sachgruppe: Heraldik

Sprache: Deutsch

Einband: Rotes Leder auf Holz mit Streicheisenlinien des 15. Jh.; von den 7 Einzelstempeln enthalten zwei stilistische Ähnlichkeit zu solchen der weltlichen Werkstatt des Bischöflichen Meisters aus Bamberg (Einband-DB Zitier-Nr. w000075; siehe http://db.hist-einband.de), identisch ist die Rosette, der Grantapfel weicht im Detail ab .

Provenienz und Geschichte: Aus dem Besitz der gräflichen Familie Ortenburg 1953 erworben; in dem eingebundenen Senio des 16. Jh. Bl. 10r Manu-propria-Vermerk des Grafen Joachim d.Ä. von Ortenburg (1530-1600).

Literatur zur Handschrift: Wappen in Bayern : Nr. 20.

Forschungsdokumentation Handschriften

Kodikologie: Papier. 16 × 11,5 cm. 239 gez. Bl, darunter das leere Vorsatzbl, nicht gez. das leere Nachsatzbl. Ursprünglicher Lagenverbund/Blattfolge in der Abfolge gestört. Nach Bl. 6 eine unvollständige jüngere Lage Bl. 714 eingebunden. Bl. 14 aus einem unaufgeschnittenen Doppelbl, Bl. 161 und Bl. 175 aus zusammengeklebten Blättern bestehend. Leer sind 7r, 8r-9v, Bl. 14, 45v-46v, 144r, 155r, 223v-224r.


Ausstattung: Rund 570 Wappen, überwiegend Familienwappen von Fürsten, Adel und hoher Geistlichkeit des Reiches.

Bis auf 75 ganzseitige Wappen überwiegend je 2 pro Seite.

Die Wappen mit Helm (unterschieden in Bügel- und Stechhelm), Helmdecke und Helmzier, als heraldische Prunkstücke Adels- und Bl. 56v . Bl. 78v Kaiserkrone, Mitra und Bischofsstab.

Bl. 20r29v als Quaternionenfolge 40 geharnischte Ritter mit Standarte.

Kolorierte Federzeichnung, die Farben teilweise transparent lavierend aufgetragen.

Bl. 7v 1 Wappen in koloriertem Holzschnitt.

Von anderer Hand die Nachträge Bl. 10r13v , Bl. 44v die Familienwappen des Hauses Ortenburg und Bl. 224v239v die Folge der Wappen ideeller Vorfahren (Vierheiten) oder Quaternionenfolge und Dreiheiten bzw. Ternionen, teils mit fiktiven Wappen) jeweils flüchtig skizzenhaft in Feder gezeichnet


Beschreibung: Kaum bekannte Sammlung von etwa 570 teilweise seltenen Wappen fürstlicher, adeliger und (mit auffälliger Betonung) hoher geistlicher Persönlichkeiten des Reiches mit Schwerpunkt auf Bayern und dem Südwesten des Reiches. Bemerkenswert ist die Vollständigkeit der Wappen der bayerischen Bistümer und die Dominanz des Pfalz-Wittelsbacher Wappens. Nach Schrift und mittelbayerischem Dialekt in Bayern entstanden; die Bischofswappen Bl. 144v204v und Bl. 206v223r lassen eine Datierung zwischen 1466-1473 zu. Ordnungsprinzip und Funktion der Sammlung sind infolge vermutlicher Umbindungen nicht deutlich. Auf den Blättern der eingefügten jüngeren Lage Bl. 7r14v hauptsächlich Wappen der Grafen von Ortenberg, beginnend Bl. 10r mit dem Manu-propria-Eintrag von Joachim d.Ä. Graf zu Ortenburg (1530-1600; zu diesem Grenzenlos : Nr. 5.4.3). Diese und weitere sporadisch verteilte Nachträge von Wappen der Familie lassen zumindest belegen, daß sich die Hs seit dem 1. Drittel 16. Jh. (Bl. 29v Datumseintrag 1534) im Besitz der reichsfreien Grafen von Ortenberg befand, nämlich der bei Passau ansässigen bayerischen Nebenlinie eines Geschlechtes, das ursprünglich von den rheinfränkischen Spanheimern abstammt, einem ab dem 11. Jh. in Kärnten ansässigen Adelshaus; 1531 Umbenennung in Ortenburg).

Die Wappensammlung mit vielfach sehr entstellten Wappen trägt Namensbeischriften (mit Lücken), Benutzungskennzeichen und -spuren und Wappenkorrekturen von verschiedenen Händen. Nicht alle Wappen vollständig ausgeführt, teilweise sind Namen, Wappenbilder und Tinkturvorgaben nur skizziert.

Die Wappensammlung läßt etwa 8 Gruppen erkennen

Gruppe 1 Bl. 2r6v

Bl. 2v Beginn ohne Namen mit Pfalzgrafen bei Rhein.

Bl. 3r Graf von Schawnberg und Herr zu B... zu Woremberg (nicht verschmolzenes Allianzwappen ? Es entspricht in 3 und 4 dem Wappen der Schaunberg (Niederösterreich), vgl. Siebmacher : Bd. 26, 2, S. 38, Taf. 12, bzw. dem der Starhemberg (österr. Uradel), vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 1, Taf. 33; vgl. Bl. 21r und Bl. 79r ).

Bl. 3v Graf von Altenburg und Grafen von Hohenberg (vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 2, Taf. 12 (Hohenburg)); Heinrich I. von Ortenburg war mit der Markgräfin Richeza von Hohenburg (gest. 1266) verheiratet (Wilhelm Wegener, Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte/4. Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter. Bearb. v. Franz Tyroller. Göttingen 1962, S. 275 f. u. Taf. 20).

Bl. 4r Herzog von Burgund (gemeint Philipp der Gute, 1396-1467, oder sein Nachfolger Karl der Kühne, 1433-1477 ?).

Bl. 4v Herzog Ludwig von Bayern (gemeint Ludwig IX. von Bayern-Landshut, 1417-1479 ?).

Bl. 5r Graf von Wianden und Herr zu Schilden (Graf von Vianden) und Herr zu Lax aus dem Wallis/Schweiz (zur Familie DBA : II 793,201); Bl. 5v6v 6 weitere W.

Gruppe 2 Bl. 7r14v eingebundener Faszikel des 16. Jh.

Bl. 7v Jüngeres Holzschnittwappen des Johann Georg von Werdenstein mit Motto.

Bl. 10v13v 10 Wappenskizzen nach Siegelurkunden des 13.-14. Jh. der Wappen der Grafen von Ortenburg , genannt u.a. Bl. 11r Graf Heinrich von Ortenburg 1326 , Bl. 12v Rapoto comes de Ortenberch 1286 , auch Namen anderer Familien: Bl. 11v Dieterich von Pomgarten (Dietrich von Baumgarten) , Bl. 13r Chunrad und Vlrich die Waller (Wahl) 1317 .

Gruppe 3 Bl. 15r19v

Bl. 15r Wappen der Pfalzgrafen pey Reyn. Bl. 15v Herzog von Bayern (gemeint Albrecht III. von Bayern, 1401-1460) mit Auflistung seiner Söhne: Sigmund, Herzog von Bayern-München (1439-1501), Albrecht IV., Herzog von Bayern (1447-1508), Christoph, Herzog von Bayern (1449-1493), Wolfgang von Bayern-München (1451-1514).

Bl. 16r Grafen von Gleychen Grafen von Hatzfeld und Gleichen (das Wappen (seitenverkehrt) als Herzschild im Wappen der Grafen Gleichen bei Siebmacher : Faksimile: Teil 1, Taf. 17 sowie im 2. Feld bei den Grafen zu Hatzfeld und Gleichen). Grafen von Werdenberg (vgl. Siebmacher : Bd. 26, 2, S. 542, Taf. 268).

Bl. 16v Grafen von Ortenberg mit Erbanspruchswappen.

Bl. 17r Grafen von Reyneck (Grafen von Rieneck; vgl. Siebmacher : Bd. 22, A 1, S. 121, Taf. 124) aus Franken und Grafen von Lyningen (Grafen von Leiningen; vgl. Siebmacher : Bd. 3, S. 15, Taf. 27).

Bl. 17v19v 10 weitere W, die letzten 4 mit Stechhelm, davon Bl. 19r 2 von jüngerer Hand skizziert und Helmstetter bezeichnet.

Bl. 19v welfisches und Klosterwappen des Prämonstratenserklosters Steingaden .

Gruppe 4 Bl. 20r29v

Bl. 20r29v 40 Standartenträger als Quaternionen mit bezeichneten Standarten, beginnend Bl. 20r ohne Beischrift mit dem Wappen der Visconti als Herzöge von Mailand, erhaltene Benennung ab Bl. 21v Graff von Flandern und Graffn von Anhalt bis Bl. 29v mit dem Erbanspruchswappen und jüngerer datierter Beischrift Aller ander Graff zu Ortenberg (Grafen von Ortenburg) 1534 .

Gruppe 5 Bl. 30r54v

Bl. 30r45r 61 Wappen zu je 2 pro Seite mit Bügelhelm, beginnend Bl. 30r Von Peyssenhaym (?) und Von Fleishain (Reichsritter von Flersheim Rheinkreis (vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 1, Taf. 124). Bl. 32r die steirische Familie Holnecker (Holneck bzw. Hollenegg; Siebmacher, Faksimile : Teil 2, Taf. 56 Hoheneck alias Holeneck ) und Nederhaylitz bis Bl. 45r Ruggen von Tannegg (Ruck von Tanneck, Familie; vgl. Württembergischer Adel : S. 802) und Vogt von Hattingh (Graf von Hattingen, Schweizer Geschlecht; vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 5, Taf. 179).

Bl. 47r54v 32 Wappen zu je 2 pro Seite mit Stechhelm, beginnend Bl. 47r nicht identifiziert Herrn von Alm zu Clön (? annähernd übereinstimmend Rietstap 1903 ff. : Bd. 1, Taf. XXXIV Alma, Portugal oder Von der Alm, Salzburger Land; Siebmacher, Faksimile : Teil 2, Taf. 63 (Bayern) ist abweichend: senkrecht schwarz - gold - schwarz) und Von der Schiin (?) bis Bl. 54v Die von Emersheffen (Grafen von Emmershofen; vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 2, Taf. 91), aus Schwaben wie auch Der von Zutten (Grafen von Zütern; vgl. Siebmacher, Faksimile : Teil 5, Taf. 123).

Gruppe 6 Bl. 55r143v

Bl. 55r58v 8 Wappen von Herzögen. Beginn Bl. 55r Herzog von Braunschweig . Bl. 55v Herzog von Sachsen (gemeint Herzog Albrecht von Sachsen, 1443-1500 ?). Bl. 56r Herzog von Mailand . Bl. 56v Herzog von Österreich bis Bl. 58v Herzog von Savoyen .

Bl. 59r67v 36 weitere W mit Bügelhelm. Beginn Bl. 59r Graffen von Katel (Grafen von Castell; vgl. Siebmacher : Bd. 22, S. 8, Taf. 3) und Graffen von Hanaw (Grafen von Hanau) bis Bl. 67v Graff von Wid (Grafen von Wied; Siebmacher : Bd. 4, S. 277, Taf. 378) und Graff von Eyling .

Bl. 68r75v 16 Wappen von Fürsten. Beginn Bl. 68r Markgraf von Brandenburg . Bl. 68v Herzog Heinrich von der Freinstat (Heinrich, Herzog von Freystadt) . Bl. 70r Herzog Friedrich von Liegnitz (Friedrich II., Herzog von Liegnitz, 1480-1547) bis Bl. 74v Herzog von Stettin (Greifen, Familie mit Wappen des Herzogtums Stettin (entstanden 1295), später Wappen von Pommern; Herzöge aus dem Haus der Greifen; zum Hzm. Stettin vgl. Köbler : S. 606, zum Haus der Herzöge von Greifen Köbler : S. 210). Bl. 75r unbezeichnet und nicht identifiziert. Bl. 75v Stammbucheintrag (?) Francois Robert Milhet (nicht identifiziert); Bl. 76r77v 8 weitere W mit Bügelhelm.

Bl. 78v101v 79 Wappen. Beginn Bl. 78v mit dem Reichswappen, das Wappen Österreichs als Herzstück. Bl. 79r82r Die von Ma... (das gleiche Wappen seitenverkehrt in der Wappenrolle von Zürich (unbestimmt); Walther Merz (Hg.), Die Wappenrolle von Zürich. Zürich 1930, S. 146 Nr. 383; vgl. auch Siebmacher : Bd. 22, S. 92, Taf. 91, dort bez. als Wappen des schwäbischen Grafengeschlechts Schwabeck, Familie) und Die Schaunborkch (Schaunberg; vgl. Siebmacher : Bd. 26, 2, S. 38, Taf. 11, II) und 10 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 82r Die Rar (Rohr) und Die Helchking . Bl. 82v101v Die Liechtenstain aus Österreich und Die Helkin (Helking, Familie; vgl. Zedler : Bd. 12, Sp. 1277 mit anderem Wappen) und 62 weitere W mit Stechhelm. Bl. 83v85r 8 Namen skizziert bis Bl. 101v Die Gerstetter und Die Ötter (Oedt zu Götzendorf aus Niederösterreich; vgl. Siebmacher : Bd. 26, 1, S. 320, Taf. 169).

Bl. 102r122r 63 Wappen. Beginn Bl. 102r mit Die Ramfelder . Bl. 102r skizziertes Wappen ohne Beischrift. Bl. 103r107r Die Reicheneckher und Die Wägsendorffer (Wechsendorf) und 19 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 108v117v Die Frontsberg (Frundsberg; Ferchl : S. 71) und Die Wolkhenstainer (Grafen von Wolkenstein; Zedler : Bd. 58, Sp. 390 ff. zum Wappen bes. Sp. 400) und 37 weitere W mit Stechhelm. Bl. 118r123r leere W bis auf Bl. 120v das skizzierte W mit Tinkturangaben und Namenseintrag Hans Satler notarii zu Burkhausen (Burghausen oder Burgau) und weitere skizzierte W. Bl. 121v mit Namensbeischrift Leymiger . Bl. 124r mit Namensbeischrift Schechingen .

Bl. 124v141v 69 Wappen. Beginn Bl. 124v mit dem Wappen der Markgrafen von Brandenburg ohne Namensbeischrift. Bl. 125r133r Die von Egloffstain und Die Setzendorffer (Setzendorf) und 32 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 133v142r Die von Rosenberg und Die von Wirsberg und 32 weitere W mit Stechhelm. Bl. 142v143v leere W.

Gruppe 7 Bl. 144r223v

Bl. 144v223r Familien- und Amtswappen der Bistümer des Reiches, durchsetzt mit Familienwappen des Adels, diese zunehmend nicht ausgeführt.

Bl. 144v154v 41 Wappen. Beginn Bl. 144v mit dem Familien- und Amtswappen von Rudolf II. von Scherenberg Bischof von Würzburg (1466-1495; Gams : S. 325; vgl. Siebmacher : Bd. 8, S. 7, Taf. 15). Bl. 145r151r Die Pfalzgraff (bei Rhein) und Die von Beierb (? gemeint Beier von Boppard, Familie; Köbler : S. 49; vgl. auch Bayrn von Pellenhofen, Familie; Siebmacher, Faksimile : Teil 1, Taf. 128) und 24 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 151v154v Die von Reineckh (Grafen von Rieneck; Siebmacher : Bd. 22, A1, S. 121, Taf. 124) und Die von Limpurg (Schenken von Limburg; vgl. zum Wappen Zedler : Bd. 17, Sp. 1295) und 12 weitere W mit Stechhelm.

Bl. 155v161r 23 Wappen. Beginn Bl. 155v mit dem Familien- und Amtswappen von Georg von Schaumberg, Bischof von Bamberg (1459-1475; Gams : S. 259; vgl. Siebmacher : Bd. 22, S. 55, Taf. 58). Bl. 156r161r Die Truchseß von Wetzhausen aus Franken und Die von Setzentafer (?) und 20 weitere W mit Bügelhelm, die letzten beiden skizziert.

Bl. 161v167v 16 Wappen. Beginn Bl. 161v mit dem Familien- und Amtswappen von Heinrich IV. von Abensberg, Bischof von Regensburg (1465-1492; Gams : S. 305). Bl. 162r165v Die von Kinsperck (?) und 14 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 164v165r 3 W nur skizziert, Bl. 166r167r leere W, Bl. 167v skizziert das Wappen des Bistums Würzburg.

Bl. 168v175r überwiegend leere Wappen, ausgeführt Bl. 168v das Familien- und Amtswappen von Ulrich von Nußdorf, Bischof von Passau (1451-1479; Gams : S. 301; vgl. Siebmacher : Bd. 22, S. 22, Taf. 18 und Siebmacher : Bd. 8, S. 167, Taf. 248). Bl. 169r175r bis auf die 2 skizzierten Bl. 169r nur leere W mit Bügel- und Stechhelm.

Bl. 175v180v überwiegend leere Wappen, ausgeführt Bl. 175v das Familien- und Amtswappen von Bernhard von Rohr, Erzbischof von Salzburg (1466-1481; Gams : S. 308). Bl. 176r180v bis auf das mit Tinkturvorgaben skizzierte Bl. 180r Die Offenstetter mit Stechhelm nur leere W.

Bl. 181v186r 14 Wappen. Beginn Bl. 181v mit dem Familien- und Amtswappen von Wilhelm von Reichenau, Fürstbischof von Eichstätt (1464-1496; Gams : S. 274; vgl. Siebmacher : Bd. 8, S. 161, Taf. 239). Bl. 182r185r Württemberg und Heltpurg (Heldburg) und 11 weitere W mit Bügelhelm. Bl. 185v186r 4 Namen von jüngerer Hand skizziert.

Bl. 186v189r leere W bis auf Beginn Bl. 186v mit dem Familien- und Amtswappen von Johannes IV. Tulbeck, Bischof von Freising (1453-1473; Gams : S. 276; vgl. Siebmacher : Bd. 22, A1, S. 95, Taf. 93). Bl. 187r187v je 2 Namen skizziert.

Bl. 189v192r leere W bis auf Beginn Bl. 189v mit dem Familien- und Amtswappen von Adolf II. von Nassau, Erzbischof und Kurfürst von Mainz (1461-1475; Gams : S. 290).

Bl. 192v195r leere W bis auf Beginn Bl. 192v mit dem Familien- und Amtswappen von Ruprecht, Pfalzgraf bei Rhein, Erzbischof und Kurfürst von Köln (1463-1480; Gams : S. 270).

Bl. 195v198r leere W bis auf Beginn Bl. 195v mit dem Familien- und Amtswappen von Johannes II. von Baden, Erzbischof und Kurfürst von Trier (1456-1503; Gams : S. 318).

Bl. 198v201r leere W bis auf Beginn Bl. 198v mit dem Familien- und Amtswappen von Ruprecht von Pfalz-Simmern, Bischof von Straßburg (1440-1478; Gams : S. 316, Bistumswappen unvollständig).

Bl. 201v204r leere W bis auf Beginn Bl. 201v mit dem Familien- und Amtswappen von Johannes II. von Pfalz-Simmern, Bischof von Münster (1457-1466; vgl. Gams : S. 295, Bistumswappen unzutreffend nach Siebmacher : Bd. 8, S. 92, Taf. 153).

Bl. 204v206r leere W bis auf Beginn Bl. 204v mit dem Familien- und Amtswappen von Georg von Baden, Bischof von Metz (1459-1484; Gams : S. 293, Bistumswappen unzutreffend nach Siebmacher : Bd. 8, S. 151, Taf. 231).

Bl. 206v223r 34 Wappen von Bistümern bzw. Bischöfen. Beginn Bl. 206v mit dem Familien- und Amtswappen des Bischofs von Speyer (Johann Nix von Hoheneck zu Entzenberg 1459-1464; vgl. Gams : S. 314) bis Bl. 223r Familien- und Amtswappen Bischof von Zig (?).

Gruppe 8 Bl. 224v239v Quaternionen und Ternionen, auch mit fiktiven Wappen, von jüngerer Hand skizziert.

Literatur: Zur Familie der Ortenburg J.F. Huschberg, Geschichte des herzoglichen und gräflichen Gesammt-Hauses Ortenburg aus den Quellen bearbeitet. Sulzbach 1828 mit Stammtafeln. - M. Puhane, Die Grafen von Ortenburg bis zur Reformation, in - Grenzenlos: S. 44-44 mit Katalog. - Zur Geschichte der Reichsgrafschaft Schloß Ortenburg. Ortenburger Baudenkmäler und die Geschichte der Reichsgrafschaft Ortenburg. Hg. W. Fuchs. Ortenburg 2000 mit Lit. - Zu den Quaternionen Neubecker : S. 128 f. Müller, Quaternionenmetapher : mit Lit. - Zu den Phantasiewappen in genealogisch-heraldischen Hss des 16. Jh. Kurras 1986 : S. 428 f.



Empfohlene Zitierweise: Marianne Reuter, Beschreibung der Handschrift Cod.icon. 308 u Tresorhandschrift, in: BSB-CodIcon Online (Thu May 17 10:09:58 CEST 2012).

Letzte Änderung der Daten: 24. Januar 2008.


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